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Frage zur aktuellen Rechtslage bzgl. Barrierefreiheit bei der Bahn. Es gab doch 2019 diesen Vorschlag der Kommission zur EU-Richtlinie, dass man Anspruch auf Beförderung hat, wenn man die Reise mindestens 48 Stunden vor Abfahrt anmeldet. Gilt das jetzt?

Wenn das nämlich so ist, dann wurde jetzt schon zwei mal bei Fahrten von mir dagegen verstoßen. Fahrt abgelehnt weil Rollstuhlplatz und/ oder Hublift nicht verfügbar. @bahnfueralle @BahnkundenV @kaymacquarrie

Allerdings waren die beiden Ablehnungen nicht von der Deutschen Bahn, sondern von der ÖBB bzw. der slowenischen Bahn. Aber das dürfte ja egal sein, es handelt sich ja um eine EU-Richtlinie und die müsste dort auch gelten. Und meine Frage ist sowieso eher generell.

@thalon

europa.eu/youreurope/citizens/
......
Sie haben Anspruch auf kostenlose Hilfe beim Ein-, Aus- und Umsteigen, während der Fahrt sowie am Bahnhof vor und nach der Reise. Um diese Hilfe auch tatsächlich zu erhalten, sollten Sie mindestens 48 Stunden vor der Abreise dem Eisenbahnunternehmen, Reisebüro oder Reiseveranstalter mitteilen, welche Art von Hilfe Sie benötigen.
......

@migo Ja, so weit so gut. So weit war ich prinzipiell auch schon :-) die Frage ist aber zum einen, wie „Anspruch“ definiert ist und ob es zum Beispiel eine Entschädigung gibt, wenn dieser Anspruch nicht erfüllt wird (d. h. Fahrt abgelehnt trotz rechtzeitiger Anmeldung).

@thalon

Möglicherweise können sie dir beim Fahrgastverband Pro Bahn weiterhelfen:
pro-bahn.de/mail.htm

@migo ich hab auf der Birdsite verschiedene Verbände gementioned aber bisher noch keine Antwort bekommen.

@thalon

@RaulKrauthausen weißt du das?

Ich hoffe es geht dir nach dem Unfall wieder besser.

@thalon
Recht haben und Recht bekommen sind 2 verschiedene Dinge, besonders bei der Bahn. Inzwischen nutze ich diese Anmeldung nicht mehr, ich wende mich an die Bahnsteigaufsicht. Das funktioniert oft. Im Notfall gibt es meistens hilfsbereite Mitreisende...

@XiongShui Kommt wahrscheinlich darauf an, wie viel Hilfe man benötigt. Mit meinem schweren elektrischen Rollstuhl kann ich mich leider nicht darauf verlassen, dass das so spontan mithilfe von Bahnsteig-Personal oder anderen Mitreisenden funktioniert.

@thalon
Bis jetzt hatte ich fast immer Glück, wir wiegen zusammen ca. 200 kg. Aber Du hast natürlich Recht, es ist jedesmal eine Lotterie... :)

@thalon
... und vor allen Dingen ist das ein Armutszeugnis nicht nur für die DB. Regelmäßig habe ich bei der #NordWestBahn Ärger mit einem #TFZ, weil der sich weigert, die Rampe einzuhängen. Ich habe die Vermutung, daß es da mal einen Unfall gab, weil die Rampe nicht richtig fixiert war.

@thalon
... und vor allen Dingen ist das ein Armutszeugnis nicht nur für die DB. Regelmäßig habe ich bei der #NordWestBahn Ärger mit einem #TFZ, weil der sich weigert, die Rampe einzuhängen. Ich habe die Vermutung, daß es da mal einen Unfall gab, weil die Rampe nicht richtig fixiert war.

@thalon Theoretisch ja, aber wenn bei der Bummelsbahn kein Personal zur Assistenz (z.B. Hublifter) zur Verfügung steht, oder das Bordpersonal mitteilt, die barrierefreie Toilette sei defekt und somit die Mitfahrt nicht möglich ist, hast du zunächst die goldene Ar…karte!
Dann kann man nur noch hoffen, dass die Verkehrsunternehmen den spontan geliehenen Leihwagen erstatten…
Die Barrierefreiheit bis Ende 2022 wird in Deutschland auch nicht funktionieren, 41 Jahre nach den UNBRK!

@thomasgriebenow Genau das wäre die Frage. Natürlich nutzt es mir in der ad hoc-Situation nichts. Aber wäre schon gut zu wissen, ob man in so einem Fall so etwas wie Erstattung/Entschädigung bekommen kann und sich vielleicht ein Rollstuhltaxi damit finanziert.

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