Irgendwie finde ich die Idee der für das bemerkenswert. Prinzipiell ist das eine gute Sache, zeigt Solidarität und ist unterstützungswert. Aber die Dynamik ist doch spannend. Vorher war Teilhabe an Mobilität viel teurer. Warum gibt es also solche Patenschaften erst gerade jetzt, wo es günstiger ist? Ich meine die Frage übrigens überhaupt nicht despektierlich sondern durchaus ernst und finde das Phänomen soziologisch und psychologisch interessant.

@thalon spannende Beobachtung. Ich denke, es liegt am konkreten Ereignis. Bei konkreten Veranstaltungen und Reisen in der Jugendarbeit zum Beispiel waren wir oft mit Soli-AKtionen für Interessierte, die den Teilnahmebeitrag nicht aufbringen konnten, dabei, weil es eben nen konkreten Anlass gab. Jetzt gibt es einen Anlass, allgemein Menschen zu Mobilität zu verhelfen. SPannend, dass man das ohne Anlass nicht tut...

@jakob_thoboell ja das kann sein. Würde aber leider auch bedeuten, dass es zum temporär gehypten Strohfeuer wird. Das fände ich schade. Gibt es Möglichkeiten, Solidarität zu verstetigen?

@thalon @jakob_thoboell
Solidarität steigt proportional zum Elend welches immer mehr Menschen betrifft. Je schlechter es vielen geht, desto solidarischer werden Menschen. Deshalb hat das in den letzten Jahrzehnten so abgenommen, es ging zu vielen zu gut. Das ändert sich gerade.

@KlareKante @thalon @jakob_thoboell

ich sehe das problem darin wie unsere gesellschaft funktioniert. Konkret:

1) Bild Zeitung (und Welt, etc.) die gegen Arbeitslose hetzen um davon abzulenken dass superreiche häufig nur durch Glück an viel Geld gekommen sind.

2) Solidarität zu zeigen ist eine Teilmenge von Care Arbeit. Diese ist gesellschaftlich kein hohes Gut, Erfolgsdenken und Ellenbogen-Gesellschaft statt einem guten Leben für alle.

D.h. wenn Care Arbeit gesellschaftlich einen höheren Stellenwert hat, kommt das automatisch dass man sich auch um arme Menschen mehr kümmert.

kurz gesagt: sozialismus statt kapitalismus wäre ein guter anfang.

@fruechtchen naja, ich bin kein riesiger Fan von Sozialismus, dafür ticke ich zu liberal und wertschätze auch die Freiheiten der Marktwirtschaft. Aber ja, generell bin ich auch für mehr Regulierung zu Gunsten des Gemeinwohls und mehr gesellschaftliche Solidarität. In der Analyse der Ursachen gebe ich dir jedenfalls Recht.
@KlareKante @jakob_thoboell

@thalon @fruechtchen @KlareKante Als angehender Meteorologe muss ich mit Blick auf die Klimapolitik sagen: Die Marktwirtschaft hat versagt. Sie hat sich komplett pervertiert.
Mein Weg wäre zwar eher Richtung (globales) BGE oder Geldfreie Gesellschaft, als mit dem SChlagwort des Sozialismus zu kommen, der bisher auch immer gescheitert ist, aber der Kapitalismus, so wie er praktiziert wird, ist nur noch sehr schwer reformierbar.

@jakob_thoboell @thalon @KlareKante

globale lösungen sind zwar schön, werden aber nicht funktionieren.

Die USA und leute wie Elon Musk, etc. werden da gegen ein globales BGE stimmen, weil dann niemand mehr im Amazon-Warenlager oder bei Tesla arbeiten würde, weil die Arbeitsbedingungen zu schlecht sind. D.h. die USA würde dagegen stimmen.

Davon abgesehen dass damit Probleme wie Kolonialismus und die Auswirkungen/Kontinuitäten davon nicht verbessert sind.

Es geht um globale Macht, mit dem der globale Norden Wohlstand zu lasten des globalen Südens durchsetzt.

Oh, und: allein die Umsetzung wäre kompliziert, weil z.B. im globalen Süden die Lebensverhältnisse durch Umweltkatastrophen teurer werden,

@fruechtchen im Gegenteil: gerade die Neoliberalen sind extrem pro BGE. Frag mal Peter Thiel. Wenn der Staat die Grundversorgung übernimmt, arbeiten die Leute sogar für 2 €, immerhin ist es dann ja nur noch ein Zuverdienst.
@jakob_thoboell @KlareKante

@thalon @jakob_thoboell @KlareKante

glaube nicht, dass die das wirklich machen würden, dann müssten die arbeitsbedingungen ja besser werden.

denke viele leute arbeiten nur bei amazon und co aus angst vor hartz4

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@fruechtchen ich glaube nicht, dass die Bedingungen dann besser werden müssten.

@jakob_thoboell @KlareKante

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@fruechtchen ich glaube die Leute kämpfen eher weniger um gute Bedingungen und Löhne, wenn es nicht mehr so essentiell ist.

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