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"Müssen wir mit einer „Spaltung der Gesellschaft“ rechnen, die unsere Demokratie gefährden könnte?

Nein, die Spaltung ist ein rechtes Narrativ, um die Bewegung stärker zu machen als sie ist. Als die Impfpflicht gegen Pocken 1874 ausgerufen wurde, schossen Impfgegnervereine wie Pilze aus dem Boden. Man schätzt für Anfang des 20. Jahrhunderts 320.000 organisierte Impfgegner. Das ist mit Sicherheit viel mehr als heute. Das zur Beruhigung."

Quelle: Tagesspiegel Plus

@Thalestria
Es handelt sich wohl eher um eine Abspaltung von Denkfaulen und Autoritären. Das ist bedenklich und gefährlich genug, weil diese Leute immer aggressiver werden und bereit sind für das, was sie als Freiheit ansehen, mit Nazis zu marschieren. Aber das als Spaltung zu betrachten ist ein Witz. Frustrierend ist, dass viele Medien dieses Narrativ bedienen, als hätten sie aus dem Umgang mit AfD nichts gelernt.

@HartmutSchrewe Genau das! Es nervt mich zusehends, dass das von den Medien wunderbar bedient wird. Leider ist guter Journalismus oft verkommen zu: je mieser die Nachricht umso besser. Und da passt dann eine Spaltung besser ins Konzept.
Oder, vielleicht noch schlimmer, die Journalist*innen sind wirklich doof und plappern einfach nach statt selbst zu denken.

@Thalestria Ich glaube, viel hängt auch an dem Druck ständig neue Nachrichten zu produzieren. Was aus dem Ticker kommt, so schnell wie möglich online zu stellen. Oftmals werden ja auch die Formulierungen der Agenturen übernommen, die unter noch größerem Druck stehen, die ersten zu sein, oder zumindest nicht die letzten. Das ist eine sehr schwierige Entwicklung.
Und in der Aufmerksamkeitsökonomie von Socialmedia, worüber geworben wird, funktionieren skandalisierende & überspitzte Headlines besser

@HartmutSchrewe Da hast Du wohl recht, der Druck in einer schnellebigen Internetwelt ist deutlich größer geworden. Aber es geht natürlich auch anders.

@Thalestria @HartmutSchrewe Gute Journalisten sind Mangelware. Mir fällt das immer auf, wenn ich verschiede Nachrichtenseiten lese. Da werden Texte eins zu eins übernommen oder kopiert.

@MikeHuckebein @HartmutSchrewe Das mit den Artikeln mit gleichem Wortlauf in verschiedenen Zeitungen ist mir auch schon sehr unangenehm aufgefallen. Besonders, wenn dann sogar Vertipper und Fehler übernommen werden. Qualitätsjournalismus ist was anderes.

@Thalestria @HartmutSchrewe So funktioniert das leider. Das hat mit Journalismus nichts mehr zu tun. Copy and paste kann jedes Kind.

@Thalestria Minderheiten systematisch auszugrenzen und zu stigmatisieren ist unsolidarisch.
Damit werden diese den Rechtsextremen, Reichsbürgern etc. zugetrieben.

Es tut Not, den Menschen zuzuhören, ihre Bedürfnisse ernst zu nehmen. Ohne Zuhören kein Dialog, kein Verstehen, kein "wir" und keine #Solidarität.
Es sind nicht alle gleich. Und was für eine Mehrheit gilt und gut ist, ist durchaus nicht für alle gut, und für manche gar bedrohlich...
Mit gutem Grund schützt unsere Verfassung Minderheiten vor Diskriminierung - eigentlich.
(Die Mehrheit ist nun mal üblicherweise nicht von Diskriminierung und Stigmatisierung bedroht...)

Da aktuell anscheinend der Mehrheit der Wille zum Dialog und zum Respekt fehlt, habe ich durchaus Sorge vor Spaltung insbesondere durch besonders "laute" Politiker.
Der Verfassungsschutz macht ja schon mal pauschal alle Andersdenkenden zu Staatsfeinden...
#selffulfillingprophecy !???
#Angst ist ein schlechter Berater!

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